Ich bin kein Freund der Piraten, aber erst recht nicht von schwacher Kritik

Freitag, 25. September 2009 um 10:28

Der Blog von Wahl.de veröffentlichte in letzter Zeit immer Kritiken zu den Werbespots der zur Wahl stehenden Parteien. Die Kritik war immer sehr sachlich und auf das Video bezogen. Die Kritik wurde immer von der eitelsonnenschein GmbH verfasst und ich dachte immer, hey, die haben Ahnung von Film & so und sollen das mal machen.

Aber die Kritik an dem Wahlwerbesport der Piratenpartei ist einfach nur schwach und hat nichts mit dem Video zu tun, sondern nur mit einer massiven Ablehnung gegen die Piratenpartei seitens eitelsonnenschein. Ich habe schon überlegt, ob eitelsonnenschein die Kritik gewusst schlecht unprofessionell gemacht hat, damit diese möglichst viele Links aus Blogs auf ihre Seite bekommen. Darum verlinke ich nicht – wer eitelsonnenschein kennenlernen möchte muss danach googlen.

Hier die Kritik zum Wahlwerbesport der Piratenpartei

Die Piraten-Partei heißt so, weil ihre Mitglieder damals auf dem Spielplatz immer die Schaukeln gekapert haben. Heute werben sie mit netten Kinderzimmerspots für ihre gar nicht mal so harmlosen Ziele. “Maus”-Onkel Armin hat bestimmt seine helle Freude an den kunterbunten Grafik-Puzzeleien, mit denen die Piraten ihre inhaltliche Ausrichtung gut nachvollziehbar veranschaulichen. So, wie sie das tun, kapiert sogar der blaue Elefant, was es mit dem Urheberrecht auf sich hat.
Leider ist die Welt nicht immer ganz so einfach wie in der Piratenwerbung. Weshalb es wohl nicht für einen professionellen Sprecher gereicht hat. Auch die Hintergrundmusik stammt noch aus dem 8-Bit-Zeitalter. Aber das könnte Absicht sein, schließlich ist der Sound gerade wieder der heiße Scheiß. Außerdem waren viele der heutigen Piraten zu jener Zeit, als auf Atari-Computern Techno geboren wurde, noch die Herrscher der Spielplätze. Heute machen sie Karriere in der Werbung und denken sich Slogans aus wie “Klarmachen zum Ändern!” Aber die Schaukel, liebe Piraten, die rückt Ihr jetzt mal wieder raus – okay?

Ich bin wirklich kein Freund von der Piratenpartei und wünsche mir auch nicht, dass diese die 5% Hürde schafft (Michi hat das mal genauer beschrieben – die Ansicht gefällt mir sehr gut und ich teile diese). Ich bin aber besonders gegen eine dermaßen schwache Kritik wie sie eitelsonnenschein von sich gelassen hat. Sie ist unprofessionell und hat mit einer neutralen Analyse nichts mehr zu tun. Ich bin sehr enttäuscht, fand ich doch die früheren Kritiken deutlich besser.

2 Kommentare zu “Ich bin kein Freund der Piraten, aber erst recht nicht von schwacher Kritik”

  1. 1Tweets die » Ich bin kein Freund der Piraten, aber erst recht nicht von schwacher Kritik tobi.weinhorst erwähnt -- Topsy.com

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Tobias Weinhorst erwähnt. Tobias Weinhorst sagte: Ich hab gebloggt: Ich bin kein Freund der #Piraten, aber erst recht nicht von schwacher Kritik: http://tinyurl.com/ya5yyht [...]

  2. 2_prad

    Hi Tobi,

    ich muss dir recht geben, die Kritik ist wirklich alles andere als sachlich.

    Die Piraten haben halt ihren “Stil” und den setzen sie komplett durch – auch in Wahlwerbespots.
    Vielleicht ist eitelsonnenschein einfach nur traurig, dass man für den Sport keine Kamera zücken musste und die Angst haben, dass die keiner mehr bucht, wenn das ankommt.

    “Weshalb es wohl nicht für einen professionellen Sprecher gereicht hat.” -> wie kann man das kritisieren? Nur weil die Piraten kein Millionenbudget auf den Kopf gehauen haben. Außerdem finde ich den Sprecher wirklich gut.

    So,
    _prad

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